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BLOG  (Wo bin ich: Blog)

 

Hier finden Sie eine Auswahl von mehr als 20 aus über 150 bisher erschienen Texten, welche wir in den letz­ten Jah­ren in­spi­riert ge­schrie­ben haben und die unsere Ar­beit be­glei­ten. Als Ein­stim­mung in den Me­di­ta­tions­ein­la­dungen ent­ste­hen lau­fend wei­tere.

 

Liebe Eisenbahn-Fenster, lieber Eisenbahn-Fenster

Liebe Eisenbahn Fenster

Wer fährt? Ich oder er?
Oder beide?
Oder am Ende gar nichts?


Jeder von uns kennt das Phänomen: Du siehst aus dem Fenster einer Eisenbahn. Durch das Fenster erblickst du eine andere Ei­sen­bahn, wel­che an dir vor­bei­fährt. Und plötz­lich bist du nicht mehr si­cher: Wer fährt? Die an­de­re Ei­sen­bahn oder ich mit mei­ner? Oder gar bei­de? Aus phy­si­ka­li­scher Sicht ist al­les eine Fra­ge des Re­fe­renz­punk­tes. Und weiss man nicht, auf wel­cher Sei­te wie­viel Ener­gie in Be­we­gung um­ge­setzt wird, ist die­se Fra­ge im Grun­de nicht zu be­ant­wor­ten, die Re­fe­renz­punk­te las­sen sich be­lie­big aus­tau­schen: Ein­mal fährt die an­de­re Ei­sen­bahn, ein­mal fah­re ich, ein­mal fah­ren bei­de. Aber so oder so, da ist Be­we­gung, ein Ge­schehen.

Aus spiritueller Sicht ist dies eine ganz spannende Sache. Denn was ist, wenn deine gan­ze Sin­nes­wahr­neh­mung ein "aus dem Ei­sen­bahn-Fens­ter blic­ken" ist und sie da­mit auch die­sem Phä­no­men un­ter­liegt? Hast du dich auch schon ein­mal da­rauf kon­zent­riert, wie plötz­lich die Welt vor­bei­zieht und du gar nicht durch sie hin­durch gehst? Klar lässt sich fest­stel­len, dass im Kör­per Ener­gie in Be­we­gung der Bei­ne und an­de­rer Kör­per­tei­le um­ge­setzt wird. "Schliess­lich ken­ne ich ja den Mus­kel­ka­ter. Ich brau­che Mag­ne­sium, um den Ka­ter zu er­le­gen, die­ses böse Tier!" Nur, warum ist die Kat­ze, wel­che un­se­re Mus­keln schmer­zen lässt ein Ka­ter und kei­ne Kät­zin? Wer hat denn die­sen Re­fe­renz­punkt ge­schaffen?

Wir sind wieder beim Referenzpunkt. Aus alltäglicher Sicht ist eine kör­per­li­che Be­we­gung ge­le­gent­lich schon eine Rie­sen­sa­che. Vor al­lem für Coach-Po­ta­toes fast un­mensch­lich, die­sen Kör­per zu be­we­gen. Ein Pan­zer geht bes­ser!... Nur eben, die­se Aus­sa­ge be­ruht auf einem Re­fe­renz­punkt. Schaut man genau, so stellt man fest, dass diese Pan­zer­be­we­gungs-Ener­gie im Ver­gleich zur Ge­samt­ener­gie, wel­che die Welt in Be­we­gung hält, ver­schwin­dend klein ist. Es ist des­halb zu­nächst so, dass die Welt vor­bei­zieht und ich gar nicht durch die Welt gehe! Und schaut man noch ge­nauer, so steht die­ses Ich, an dem die Welt vor­bei zieht in eben die­ser Welt, wel­che vor­bei­zieht. Da gibt es nur die­ses Vor­bei­zie­hen. Kein Ich, an dem die Welt vor­bei­zieht.

Und damit zur Beantwortung der einleitenden Fragen:

Konzentriere dich beim Gehen darauf, wie die Welt an dir vorbeizieht und ver­las­se damit die Auf­fas­sung durch die Welt zu ge­hen. In der Fol­ge zeigt sich auch das Ich als ein Vor­bei­zie­hen. Da­mit stellt sich ein sich-sel­ber-Er­le­ben als etwas Un­be­schreib­li­ches ein. Es ist das sich-sel­ber-Er­le­ben als die­ses EINE GROSS­AR­TI­GE. Es ist als nicht Be­weg­tes diese ge­sam­te Be­wegung.

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